Zu Beginn wissen viele Eltern wenig über die Erkrankung oder Behinderung des Kindes. Manche Eltern spüren, dass ihr Kind anders ist, können jedoch vorerst keine klare Diagnose erhalten. Sie wissen somit nicht, ob es sich wirklich um ein bleibendes Problem handelt, was die Ursache ist, ob und was mit Förderung und Therapie bewirkt werden kann und wie sich ihr Kind in Zukunft entwickeln wird. Diese Phase ist alles andere als einfach. Meist beginnt zunächst eine mehr oder weniger lange Zeit der Suche nach Erklärungen und nach Antworten auf diese Fragen. Eltern sammeln Erfahrungen, lesen Berichte und sprechen mit Ärzten, Therapeuten und anderen Familien. Einige der Fragen können geklärt werden, andere noch nicht.
Gleichzeitig müssen betroffene Eltern oft ihre gesamte Lebensplanung neu überdenken. Die eigenen Wünsche und Vorstellungen müssen den Bedürfnissen des Kindes angepasst werden, was eine Herausforderung für alle Familienmitglieder darstellt.
Dieser Beitrag soll in der Phase der Diagnosefindung und in dem Prozess der Anpassung an die neue Lebenssituation Orientierung geben. Er stellt Anlaufstellen und Hilfsangebote vor, damit Sie schnellstmöglich wissen, an wen Sie sich wenden können und auf dem Weg erkennen, dass Sie nicht alleine sind.
Wichtige Anlaufstellen sind:
- Kinderärztinnen und Kinderärzte,
- Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) Konstanz
- Kinderkliniken des GLKN (Konstanz und Singen)
- Neurologische Rehabilitationsklinik Hegau-Jugendwerk Gailingen
- Frühförderung der Caritas (Konstanz, Radolfzell, Singen, Stockach)
- Fachärztinnen und Fachärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten
- Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungsstellen
- Selbsthilfegruppen
- Lebenshilfe e.V.
- Schulkindergärten in Stadt und Landkreis Konstanz
- Psychologische Beratungsstellen (Diakonie, Caritas, Jugendämter)