Der Entlastungsbetrag

nach § 45b SGB XI ist eine Leistung der Pflegeversicherung in Deutschland, die pflegenden Angehörigen zur Verfügung steht. Hier sind wichtige Informationen zum Entlastungsbetrag.

Der Ent­las­tungs­be­trag soll pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen Unter­stüt­zung bie­ten, um ihre Pfle­ge­auf­ga­ben bes­ser bewäl­ti­gen zu kön­nen und gleich­zei­tig eige­ne Bedürf­nis­se zu berück­sich­tigt. Der Ent­las­tungs­be­trag beträgt der­zeit monat­lich 125 Euro und ist unab­hän­gig von der Pfle­ge­grad-Ein­stu­fung des Pflegebedürftigen.

Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge kön­nen den Ent­las­tungs­be­trag fle­xi­bel für ver­schie­de­ne Ent­las­tungs­leis­tun­gen ein­set­zen. Dazu zäh­len zum Beispiel:

  • Betreu­ungs- und Entlastungsleistungen
  • Tages­pfle­ge
  • Kurz­zeit­pfle­ge
  • Bera­tungs­leis­tun­gen
  • Tech­ni­sche Hilfs­mit­tel zur Unter­stüt­zung der Pflege

Um den Ent­las­tungs­be­trag nut­zen zu kön­nen, muss der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge zu Hau­se gepflegt wer­den und min­des­tens Pfle­ge­grad 2 haben. Zudem muss die Pfle­ge durch eine Pri­vat­per­son, meist ein Fami­li­en­mit­glied, erfol­gen. Der Ent­las­tungs­be­trag kann mit ande­ren Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung kom­bi­niert wer­den, wie etwa dem Pfle­ge­geld oder Pflegesachleistungen.