Frühgeburt

Bis zu zehn Prozent aller Kinder kommen zu früh zur Welt und benötigen ebenso wie ihre Eltern eine intensive Betreuung und Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

Was ist eine Frühgeburt?

Eine Geburt gilt als Früh­ge­burt, wenn das Kind vor der abge­schlos­se­nen 37. Schwan­ger­schafts­wo­che zur Welt kommt. Früh­ge­bo­re­ne sind oft noch nicht voll­stän­dig ent­wi­ckelt, was ihre kör­per­li­chen Funk­tio­nen und Sin­ne betrifft. Je frü­her die Geburt, des­to unrei­fer ist das Baby, was zu vie­len Fra­gen und Unsi­cher­hei­ten bei den Eltern füh­ren kann. Es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass Früh­ge­bur­ten ver­schie­de­ne Ursa­chen haben und oft nicht vor­her­seh­bar sind.

Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und Entwicklung

Dank medi­zi­ni­scher Fort­schrit­te und spe­zia­li­sier­ter Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen haben auch sehr früh gebo­re­ne Babys gute Über­le­bens­chan­cen und kön­nen sich gut ent­wi­ckeln. Vie­le Früh­ge­bo­re­ne über­ste­hen den vor­zei­ti­gen Start ins Leben ohne lang­fris­ti­ge Beein­träch­ti­gun­gen. Aller­dings kann es bei eini­gen die­ser Kin­der im Lau­fe der Ent­wick­lung zu blei­ben­den kör­per­li­chen und geis­ti­gen Beein­träch­ti­gun­gen kom­men. Bei der Ent­las­sung aus der Kli­nik ist oft noch nicht klar, ob Ent­wick­lungs­pro­ble­me auf­tre­ten wer­den. Daher ist es wich­tig, die Ent­wick­lung des Kin­des regel­mä­ßig ärzt­lich kon­trol­lie­ren zu las­sen, um im Bedarfs­fall früh­zei­tig Unter­stüt­zung und För­de­rung bie­ten zu kön­nen. Hier­für gibt es spe­zi­el­le Nach­sor­ge­sprech­stun­den, z.B. im Sozi­al­päd­ia­tri­schen Zen­trum (SPZ).

Unter­stüt­zung für Familien

Die Geburt eines Früh­ge­bo­re­nen stellt eine emo­tio­na­le Aus­nah­me­si­tua­ti­on dar und kann die gan­ze Fami­lie stark belas­ten. Es gibt ver­schie­de­ne Rege­lun­gen und Ange­bo­te zur Ent­las­tung und Unter­stüt­zung für Fami­li­en von Früh­ge­bo­re­nen, dar­un­ter:

  • Bera­tungs­diens­te: Pro­fes­sio­nel­le Bera­tung kann hel­fen, die vie­len Fra­gen und Sor­gen zu klä­ren und den Eltern Unter­stüt­zung zu bieten.

  • Selbst­hil­fe­grup­pen: Der Aus­tausch mit ande­ren betrof­fe­nen Eltern kann wert­vol­le emo­tio­na­le Unter­stüt­zung und prak­ti­sche Tipps bieten.

  • Finan­zi­el­le Hil­fen: Ver­schie­de­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen (z.B. von der Kran­ken­kas­se) kön­nen hel­fen, die zusätz­li­chen Kos­ten und Belas­tun­gen zu bewältigen.

Zudem gibt es geson­der­te Rege­lun­gen zu Mut­ter­schafts­leis­tun­gen, Eltern­zeit und Eltern­geld. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie in der rech­ten Spalte.