Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche

Das SAPV-Team gibt Hilfe in gesundheitlichen Krisen und am Lebensende, damit Krankenhauseinweisungen vermieden werden können.

Kin­der haben von ihrer Geburt an Anspruch auf eine spe­zia­li­sier­te ambu­lan­te päd­ia­tri­sche Pal­lia­tiv­ver­sor­gung (SAP­PV), wenn sie 

• eine lebens­be­droh­li­che oder lebens­li­mi­tie­ren­de Erkran­kung haben, auch wenn die Lebens­er­war­tung nicht vor­her­seh­bar ist, und

• an kom­ple­xen Sym­pto­men wie z. B. schwe­rer Unru­he, Atem­not, Spas­tik, Schmer­zen, Ernäh­rungs­pro­ble­men leiden. 

Die SAP­PV ist eine Leis­tung der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen und hat das Ziel, eine Betreu­ung in ver­trau­ter Umge­bung zuhau­se zu ermög­li­chen (§ 37b SGB V). Sie kann zusätz­lich zur bis­he­ri­gen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung und The­ra­pie in Anspruch genom­men wer­den. Eine frü­he Anbin­dung bereits ab Dia­gno­se­stel­lung kann für Sie als Fami­lie hilf­reich sein. 
Die Ver­sor­gung durch die SAP­PV kann immer wie­der pau­sie­ren und dann neu ange­for­dert wer­den. Das inter­dis­zi­pli­när arbei­ten­de Team setzt sich aus Ärz­tin­nen und Ärz­te für Kin­der-und Jugend­me­di­zin, Kin­der­kran­ken­pfle­ge­rin­nen und Kin­der­kran­ken­pfle­ger sowie Sozi­al­päd­ago­gin­nen und Sozi­al­päd­ago­gen. (alle mit einer beson­de­ren Pal­lia­tiv-Care-Wei­ter­bil­dung) zusammen.

Die SAP­PV ist eine medi­zi­ni­sche, pfle­ge­ri­sche und psy­cho­so­zia­le Lebens­be­glei­tung der Fami­lie, bei der Lebens­qua­li­tät und Selbst­be­stim­mung im Mit­tel­punkt ste­hen. Das Ange­bot besteht in Haus­be­su­chen, tele­fo­ni­scher Bera­tung, sowie der Koor­di­na­ti­on und Ver­net­zung aller Betei­lig­ten im Ver­sor­gungs­sys­tem. Zur Sicher­stel­lung einer kon­ti­nu­ier­li­chen Beglei­tung besteht eine 24-Stun­den-Ruf­be­reit­schaft. Für die Geneh­mi­gung durch die Kran­ken­kas­se benö­ti­gen Sie eine Ver­ord­nung Ihrer Kin­der­ärz­tin und Ihres Kinderarztes.