Ambulante Intensivpflege

Die ambulante Intensivpflege ermöglicht durch die Anwesenheit einer Pflegekraft ein Leben im eigenen Zuhause für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, wenn die Gefahr besteht, dass lebensbedrohliche gesundheitliche Krisen auftreten.

Sind eine Ver­ord­nung und die Kos­ten­über­nah­me der Kran­ken­kas­se vor­han­den, kann ein spe­zia­li­sier­ter Pfle­ge­dienst für die ambu­lan­te Inten­siv­pfle­ge ein­ge­setzt wer­den. Die Ärz­tin oder der Arzt ver­ord­net die­se, wenn die Anwe­sen­heit einer beson­ders geschul­ten Pfle­ge­fach­kraft zur durch­ge­hen­den Kon­trol­le der Vital­pa­ra­me­ter erfor­der­lich ist. Durch die Pfle­ge­kraft kön­nen sofort not­wen­di­ge medi­zi­ni­sche Maß­nah­men in unvor­her­seh­ba­ren gesund­heits- und lebens­ge­fähr­den­den Situa­tio­nen ein­ge­lei­tet wer­den. Dabei ist die außer­kli­ni­sche Inten­siv­pfle­ge hochspezialisiert.

Zu den Leis­tun­gen der ambu­lan­ten Inten­siv­pfle­ge gehören:

  • Durch­ge­hen­de Beob­ach­tung der zu behan­deln­den Per­son durch eine exami­nier­te Pfle­ge­fach­kraft (bis zu 24 Stun­den täglich)
  • Inter­ven­ti­ons­be­reit­schaft zur Durch­füh­rung der not­wen­di­gen behand­lungs­pfle­ge­ri­schen Maßnahmen
  • Kon­trol­le und Doku­men­ta­ti­on der Vital­funk­tio­nen (z.B. Sau­er­stoff­sät­ti­gung im Blut oder Körpertemperatur)
  • Durch­füh­rung der pfle­ge­ri­schen Maß­nah­men (z.B. Ver­sor­gung eines Tra­cheo­sto­ma oder Absau­gung von Bronchialsekreten)

Die Kran­ken­kas­se braucht für die inhalt­li­che und for­mal rich­ti­ge Aus­stel­lung der Ver­ord­nung (gemäß Zif­fer 24 §37 SGB V) ver­schie­de­ne Anga­ben auf dem Ver­ord­nungs­vor­druck. Hier­zu gehö­ren unter ande­rem die rele­van­ten Dia­gno­sen mit dazu­ge­hö­ri­ger medi­zi­ni­scher Begrün­dung zu der akut lebens­be­droh­li­chen Situa­ti­on, wel­che Leis­tun­gen erbracht wer­den müs­sen, sowie Beginn, Häu­fig­keit und Dau­er der Leis­tung. Für eine genaue Abklä­rung der Leis­tungs- und Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten wird emp­foh­len, direkt die behan­deln­de Ärz­tin oder den behan­deln­den Arzt zu kontaktieren. 

Bei Vor­lie­gen eines Pfle­ge­gra­des kön­nen zusätz­lich die Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung bei Bedarf in Anspruch genom­men wer­den. Bei Fra­gen rund um das The­ma Pfle­ge kön­nen Sie sich bei ihrer Pfle­ge­ver­si­che­rung oder einem der Pfle­ge­stütz­punk­te bera­ten lassen.